Gimmlitztal-Mordprozess muss neu aufgerollt werden
Der Gimmlitztal-Mordprozess muss neu aufgerollt werden. Das entschied am Mittwoch der Bundesgerichtshof in Leipzig. Das Gericht hob das Urteil des Landgerichts Dresden auf, das den Mann wegen Mordes und Störung der Totenruhe zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt hatte. Gericht folgt Antrag der VerteidigungDie Richter entsprachen mit ihrer Entscheidung dem Antrag des Beschuldigten. Der Verteidiger hatte auf Freispurch plädiert. Verteidiger Endrik Wilhelm sagte unserem Sender, dass nicht hinreichend sicher ausgeschlossen sei, dass sich der Geschäftsmann aus Hannover selbst umgebracht habe.Prozess wird in Dresden neu aufgerolltDer Prozess wird nach unseren Informationen wieder in Dresden neu aufgerollt, allerdings an einer anderen Kammer des Landgerichtes Dresden. Das könnte zu Terminproblemen führen. Zuständig ist nun der Richter, der auch den Mammut-Prozess im Infinus-Finanzskandal verhandelt, Hans Schlüter-Staats.Der angeklagte LKA-Mitarbeiter soll einen Geschäftsmann aus Hannover im Jahr 2013 laut Anklage im Keller seiner Pension im Gimmlitztal getötet und im Garten vergraben haben. Die Männer hatten sich online in einem Kannibalenforum kennengelernt. Der Angeklagte hatte ausgesagt, dass das Opfer sich selbst umgebracht habe. Reichenau im Osterzgebirge wurde durch den bizzaren Fall bundesweit bekannt.