Größere Coronademo in Annaberg-Buchholz

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Mehrere hundert Personen waren am Samstag gegen 14 Uhr unterhalb des Kätplatzes in Annaberg-Buchholz zu einer angemeldeten Coronademo inklusive Autokorso anwesend.

Am frühen Vormittag begann der Korso im Vogtland. Der Korso fuhr über Schwarzenberg weiter nach Annaberg-Buchholz.

Unter den Demoteilnehmern in Annaberg-Buchholz gab es zahlreiche Maskenverweigerer. Auch der Mindestabstand wurde oft nicht eingehalten. Immer wieder musste die Polizei die Teilnehmer belehren, von einigen nahmen die Beamten die Personalien auf und fertigten Bußgeldanzeigen an.

Auf Schildern und Transparenten stand zum Beispiel "Merkel muss weg" und "Profifußballer dürfen spielen (ohne Maske), Kinder dürfen das nicht mal auf dem Spielplatz!".

16:57 Uhr: Update der Polizei:

"Zu Beginn der Versammlung in Annaberg-Buchholz gegen 14.15 Uhr unter dem Motto „Erzgebirge steht auf! - Aus einem medizinischen Verdacht wird aus politischen Gründen eine Diktatur etabliert“ hatten sich etwa 590 Personen am Versammlungsgelände an der Parkstraße eingefunden. Ein Höhepunkt der Teilnehmerzahl von etwa 720 Personen wurde gegen 14.35 Uhr verzeichnet.

Für alle Anwesenden bestand gemäß den Auflagen der Versammlungsbehörde eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung sowie zur Einhaltung der Mindestabstände. Da vereinzelt anwesende Personen diesen Auflagen nicht nachkamen, wurde mittels Lautsprecherdurchsagen und aktives Ansprechen durch Kommunikationsteams auf die Umsetzung dieser hingewiesen.

Mit Beginn der Kundgebung verwies der Versammlungsleiter erneut auf die Einhaltung der Mindestabstände und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Gegen 15.45 Uhr zeichnete sich ein reger Abgang an Versammlungsteilnehmern ab, sodass die Versammlung kurz nach 16 Uhr durch ihren Leiter beendet wurde.

In Summe wurden mit derzeitigem Stand drei Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (Nichttragen Mund-Nasen-Schutz und Nichteinhaltung Mindestabstände) erstattet. Zudem wurden zwei Straftaten (Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse und Beleidigung gegen Polizeibeamte) erfasst."

Rund 310 Beamte waren im Einsatz.