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Großeinsatz wegen Sprengstoff im Rucksack

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Bei einer Großkontrolle der Polizei in Chemnitz ist den Beamten ein Mann mit einem offenbar selbstgebauten Sprengkörper in die Arme gelaufen. Der 31-jährige Deutsche hatte Pyotechnik mit großer Sprengkraft in seinem Rucksack, die Polizei sperrte daraufhin am Dienstagmachmittag einen größeren Bereich an der Uferstraße ab.

Experten vom Landeskriminalamt sicherten den Sprengkörper und transportieren diesen ab. Gegen den Mann lagen bereits drei Haftbefehle vor, er wurde festgenommen. Was er mit dem Sprengsatz vor hatte, ist unklar, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Es handelte sich wohl um Pyrotechnik, die auch von professionellen Feuerwerkern verwendet wird und die bei unsachgemäßer Verwendung sehr großen Schaden oder schwerste Verletzungen verursachen kann, hieß es.

Die Mitteilung der Polizei zu der "Komplexkontrolle" mit 100 Beamten:

Heute (26. Juni 2018) führte die Polizeidirektion Chemnitz erneut eine Komplexkontrolle zur Bekämpfung der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität sowie zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls im Innenstadtbereich durch. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Chemnitz, der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizeiinspektion Chemnitz im Einsatz. Die Komplexkontrolle konzentrierte sich auf bekannte Schwerpunkte im Innenstadtbereich sowie die angrenzenden Stadtteile. Aus den Kontrollen ergaben sich insgesamt fünf Anzeigen. Dabei handelt es sich um vier Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz.
Gegen 16.30 Uhr stellten Beamte auf der Uferstraße einen 31-Jährigen fest, gegen den drei Haftbefehle sowie vier Ausschreibungen zur Aufenthaltsermittlung vorlagen. Bei der Kontrolle dieses 31-Jährige auf der Uferstraße stießen die Beamten in seinem Rucksack auf einen augenscheinlich selbst gebauten Sprengkörper. Daraufhin musste das Umfeld des Feststellbereiches abgesperrt werden. Davon waren Teile der Uferstraße, der Augustusburger Straße, der Hainstraße, der Hans-Sachs-Straße sowie Jägerstraße betroffen. Nach einer zwischenzeitlich erfolgten Einschätzung von Spezialisten des Landeskriminalamtes wurde das Objekt, offenbar Pyrotechnik, gesichert vom Ort verbracht. Die Sperrungen wurden daraufhin aufgehoben.