Gute Nachrichten von der Sanierung des Erzgebirgsklinikums
Die Sanierung des in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Erzgebirgsklinikums kommt voran. Das Schutzschirmverfahren wurde beendet und das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hatte sich das Krankenhaus vor drei Monaten in ein Schutzschirmverfahren begeben. Das ermöglicht dem Klinikum, sich eigenverantwortlich zu sanieren.
Mit dem Eigenverwaltungsverfahren werden die Gehälter der Mitarbeiter nun wieder vom Klinikum gezahlt, hieß es in einer Mitteilung von Geschäftsführer Marcel Koch. Der Sanierungsplan sei in vielen Teilen bereits umgesetzt. Dabei müssen etwa 50 Stellen gestrichen werden. Ein Großteil konnte bereits über auslaufende Verträge oder Renteneintritt abgebaut werden. Für etwa 15 bis 20 Mitarbeiter im nichtmedizinischen Bereich werde es dennoch betriebsbedingte Kündigungen geben, so Koch. Er geht davon aus, dass der zweite Teil des Insolvenzverfahrens im Sommer abgeschlossen ist.
Das die Sanierung funktioniert zeigen erste Erfolge. So konnten im letzten Jahr im Haus Annaberg 300 Patienten mehr behandelt werden als 2023. In Zschopau erreichte das Klinikum sogar das leistungsstärkste Jahr der Unternehmensgeschichte.