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Gute Wein-Ernte im Freistaat erwartet

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Trotz der Trocken­heit in den vergan­genen Wochen rechnen Sachsens Winzer in diesem Jahr mit einer guten Ernte. «Im Moment sehe ich im Gegen­satz zu anderen Weinbau­ge­bieten noch keine wirtschaft­li­chen Schäden», sagte der Vorsit­zende des Weinbau­ver­bandes Sachsen, Chris­toph Reiner, der Deutschen Presse-Agentur. Ledig­lich einige Jungan­lagen, deren Reben noch nicht tief genug im Boden wurzelten, seien betroffen. Die Schauer in der Nacht zum Donnerstag hätten die Lage aber entspannt, so Reiner. Verein­zelt sei zwar auch Hagel nieder­ge­gangen, die Hagel­schauer hätten jedoch keine Schäden in den Weinbergen angerichtet.  

An den Rebstö­cken schließen sich laut Reiner die einzelnen Beeren zu Trauben zusammen. Damit sie bis zur Lese reifen, wünschen sich die Weinbauern Sonne am Tag und etwas Regen in der Nacht für das Wachstum. Voraus­sicht­lich in der dritten Septem­ber­woche wird in Sachsen mit der Ernte frühreifer Sorten wie Goldries­ling oder Frühbur­gunder begonnen.  

Auf dem Staats­weingut Schloss Wacker­b­arth in Radebeul seien die Rebstöcke samt Trauben bisher gut durch das Jahr gekommen, erklärte ein Sprecher. Die Trocken­heit hätten die Pflanzen problemlos überstanden, entschei­dend sei aller­dings das Wetter zur Lesezeit im September. Bereits Ende August wird auf Wacker­b­arth mit der Ernte der Trauben für den Feder­weißen begonnen.  

Sachsens Winzer haben 2014 rund 20 900 Hekto­liter Wein gekel­tert und damit gut 5000 Hekto­liter mehr als 2013. Dennoch war die Ernte eher durch­schnitt­lich ausge­fallen. Denn Regen zur Lesezeit hatte den Weinbauern die erhoffte Rekord­ernte verdorben, weil viele Trauben verfaulten und aufplatzten.