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Haftstrafe im Prozess um angefahrene Polizistin

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Ein Drogenjunkie, der im Parkhaus des Vita-Centers eine Polizistin angefahren hat, muss für drei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Außerdem wird er in eine Entziehungsklinik eingewiesen. Das Chemnitzer Landgericht verurteilte den 28-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Vorwurf des versuchten Totschlags wurde fallengelassen, weil man ihm nicht nachweisen konnte, dass er die Polizistin töten wollte. Der Mann war im November 2016 mit einem gestohlenen Auto aus dem Parkhaus gerast, um sich einer Kontrolle zu entziehen. Dabei fuhr er eine Beamtin an, die durch den Aufprall verletzt wurde. Tage später wurde er gefasst. Der Mann aus Lichtenstein im Landkreis Zwickau hatte die Tat zugegeben, eine Tötungsabsicht aber bestritten. Der psychologische Gutachter attestierte dem Vater zweier Kinder eine Suchterkrankung. Alle Prozessparteien verzichteten noch in Gerichtssaal auf Rechtsmittel. Das Urteil ist damit rechtskräftig.