• Erzgebirge Aue hat im Heimspiel gegen Spitzenreiter Bielefeld 0:0 gespielt.

Heimserie hält auch gegen den Spitzenreiter

Zuletzt aktualisiert:
Autor: dpa

Der FC Erzgebirge Aue bleibt in dieser Saison zu Hause ungeschlagen. Auch von Arminia Bielefeld ließ sich die Mannschaft Dirk Schuster nicht bezwingen. Die Sachsen erkämpften sich gegen den Tabellenführer am Freitag ein 0:0 und haben damit die 30-Punkte-Marke geknackt. In einer über weite Strecken intensiven Partie präsentierten sich die Auer im Vergleich zum 0:1 in Wiesbaden deutlich formverbessert.

«Das war genau die Reaktion, die wir erwartet haben. Bielefeld ist richtig stark, hat eine Menge Wucht. Bis auf eine Chance haben wir die Bielefelder Offensive abgemeldet. Unterm Strich ist das 0:0 gerecht. Wir sind wieder in der Liga drin», sagte Aue-Präsident Helge Leonhardt. Torhüter Martin Männel sagte bei Sky: «Wenn man gegen den Spitzenreiter einen Punkt holt, ist man zufrieden.»

Schuster änderte seine Aufstellung auf zwei Positionen. Für Louis Samson und John Patrick Strauß rückten Dennis Kempe sowie Winter-Neuzugang Jacob Rasmussen in die Startelf. Die Leihgabe vom AC Florenz sollte bei seinem Pflichtspiel-Debüt mithelfen, die offensivstarken Bielefelder um Torjäger Fabian Klos zu bremsen.

Der Plan der Sachsen, defensiv kompakt zu stehen und durch schnelles Umschaltspiel Nadelstiche zu setzen, ging in der Anfangsphase zunächst auf. Allerdings machten die Auer aus ihren Chancen zu wenig. Die beste Möglichkeit vergab Stürmer Florian Krüger, der in der 16. Minute nach einem Zuspiel von Jan Hochscheidt freistehend an Bielefelds Torhüter Stefan Ortega scheiterte. Kurz zuvor hatte Ortega bereits einen Schuss von Hochscheidt pariert (15.).

Der Spitzenreiter hatte zwar mehr Ballbesitz, kam aber erst nach einer halben Stunde erstmals gefährlich vor das Tor der Erzgebirger. Aues Schlussmann Martin Männel bewahrte sein Team dabei mit einer starken Parade vor dem Rückstand. Einen Kopfball von Klos faustete der Kapitän reaktionsschnell von der Torlinie (30.). Die TV-Bilder ließen vermuten, dass der Ball im Tor war, doch Torlinientechnik gibt es in Aue nicht. «Meiner Meinung war der Ball nicht vollumfänglich im Tor», sagte Männel. Arminia erhöhte anschließend weiter den Druck, bis zur Pause fielen aber keine Treffer.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 9000 Zuschauern ein unverändertes Bild. Bielefeld drückte, rannte sich aber immer wieder am Auer Abwehrbollwerk fest oder scheiterte an Männel. In der 55. Minute wechselte Schuster mit Pascal Testroet für Krüger, der wegen einer Platzwunde am Kopf den Platz verlassen musste, einen frischen Stürmer ein. Allerdings konnte der «Veilchen»-Torjäger der vergangenen Saison ebenfalls kaum Akzente setzen, weil die Sachsen nur noch verteidigten.

Die Partie wurde zunehmend zerfahrener und hektischer. Schuster sah in der 70. Minute von Schiedsrichter Guido Winkmann wegen Meckerns die Gelbe Karte. Seine Mannschaft wagte sich immer seltener in die Bielefelder Hälfte. Dimitrij Nazarov probierte es mit einem Distanzschuss, den Ortega aber sicher festhielt (79.).