• Johnny H. mit seinem Anwalt Michael Windisch. © Irving Cova

    Johnny H. mit seinem Anwalt Michael Windisch. © Irving Cova

  • Sarah P. mit ihrer Anwältin Diana Enzinger-Leichsenring. © Irving Cova

    Sarah P. mit ihrer Anwältin Diana Enzinger-Leichsenring. © Irving Cova

Hohe Haftstrafen für mutmaßliches Killerpärchen gefordert

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Im Prozess um den Mord an einem Mann aus Gera hat die Zwickauer Staatsanwaltschaft hohe Haftstrafen für die Angeklagten gefordert. Johnny H., 20 Jahre alt, soll demnach lebenslang ins Gefängnis, Sarah P. für achteinhalb Jahre. Nur bei der 17-Jährigen soll Jugendstrafrecht angewendet werden.

Zwar sei es Johnny H. gewesen, der im November 2017 einen 45-Jährigen aus Gera hinterrücks erstochen habe, um an dessen Auto zu kommen. Doch beide hätten die Tat gemeinsam geplant, argumentierte Oberstaatsanwalt Holger Illing. Die Leiche warfen die beiden in die Fulda. Sie war erst Wochen später gefunden worden.

Als die Verteidigerin von Sarah P. Freispruch fordert geht ein Raunen durch den Saal. "Die Mittäterschaft konnte nicht nachgewiesen werden", so Diana Enzinger-Leichsenring. Der Anwalt von Johnny forderte 6,6 Jahre, allerdings nach Jugendstrafrecht.

Am 29. Juni fällt das Urteil.

Audio:

Oberstaatsanwalt Holger Illing

Ingo Henkel, Anwalt der Lebensgefährtin des Opfers