IG Metall: Mehr Betriebsräte nötig im Kampf gegen Niedriglöhne

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Im Erzgebirgskreis arbeiten so viele Menschen zu Niedriglöhnen wie nirgendwo sonst in Deutschland. Ihr Anteil liegt bei rund 43 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten, wie die IG Metall Zwickau am Montag mitteilte. Im Vogtland sei die Lage mit rund 40 Prozent nicht viel besser. Vor allem Frauen seien betroffen.

Der Erste Bevollmächtigte Thomas Knabel spricht von einem „Skandal“. Niedrige Löhne in Zeiten von steigenden Kosten an der Tankstelle und im Supermarkt benachteiligten immer wieder die gleichen. „Zudem werden diese Beschäftigten doppelt abgestraft – heute mit niedrigen Löhnen und morgen mit niedrigen Renten im Alter“, so Knabel.

Deshalb müssten der Mindestlohn weiter erhöht und die Tarifbindung deutlich ausgeweitet werden. Für die Gründung von Betriebsräten hat die IG Metall eine Kampagne gestartet – mit Aktionen vor Firmen der Region.