Rothenburg bleibt Standort für Polizeihochschule

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Ein hauptsächlich intern diskutierter Umzug von Sachsens Polizeihochschule ist vom Tisch. "Rothenburg bleibt der Standort der Hochschule der Sächsischen Polizei", teilte Innenminister Armin Schuster (CDU) am Mittwoch in Dresden mit. Man habe sechs Varianten wie den Tausch der Ausbildungsstandorte Bautzen und Rothenburg und Fusion mit der Hochschule Meißen geprüft. "Zu teuer, zu lange, zu kompliziert", resümierte Schuster. Die Entscheidung sei "endgültig und abschließend".

Nach seinen Angaben hätten allein ein Standorttausch mit Bautzen Investitionen von mehr als 300 Millionen Euro erfordert, eine Fusion mit der Hochschule Meißen weit über 200 Millionen Euro. Und die bauliche Umsetzung wäre frühestens 2033 und bei der Fusion etwa 2038 abgeschlossen. Stattdessen soll nun der Standort Rothenburg weiter gestärkt werden mit Ausbildung, Studium, Fortbildung und Forschung unter einem Dach. "Denn die Polizei braucht den bestmöglich ausgebildeten Nachwuchs."

Laut Schuster bleibt dort auch nicht alles beim Alten, die beiden vakanten Führungspositionen des Rektors und des Kanzlers würden neu besetzt. Zudem soll sich die Hochschule weiter öffnen, etwa für Kooperationen mit den Hochschulen Meißen und Zittau/Görlitz bei Lehrveranstaltungen, Praktika oder Bachelor- und Masterarbeiten.

Für Baumaßnahmen am Standort Rothenburg stehen nach Angaben des Innenministeriums 18,9 Millionen Euro im Entwurf für den Doppelhaushalt 2023/2024, für den Standort Bautzen 17,9 Millionen Euro. Weitere 17,7 Millionen Euro sollen ab 2025 für Rothenburg sowie 41,1 Millionen Euro für Bautzen zur Verfügung stehen. (dpa)