++ EIL ++

Investor kauft deutsche Werke der insolventen Solarworld-Gruppe

Zuletzt aktualisiert:

Die deutschen Werke des insol­venten Solar­kon­zerns Solar­world werden von einem neuen Investor übernommen. Wie das Unter­nehmen mitteilte, schloss Insol­venz­ver­walter Horst Piepen­burg einen Kaufver­trag mit der Solar­World Indus­tries GmbH. Diese soll "wesent­liche Teile der Solar­zellen- und Modul­pro­duk­tion" weiter­führen und sich auch um den Vertrieb kümmern, hieß es. Solar­world hat Werke in Freiberg und im thürin­gi­schen Arnstadt, in Freiberg betreibt das Unter­nehmen außerdem ein Forschungs- und Entwick­lungs­zen­trum. Die Zentrale ist in Bonn. Dem neuen Eigen­tümer würden fast alle Anlagen, Vorräte und noch ausste­hende Forde­rungen übertragen, außerdem Anteile an den Auslands­ge­sell­schaften des Solar­kon­zerns. Ein Großteil des Kaufpreises bestehe in der Ablösung der Schulden von Solar­world. Aktio­näre der bishe­rigen Solar­world AG hätten keine Aussicht, an den Erlösen des Verkaufs oder am restli­chen Vermögen betei­ligt zu werden. Am Montag waren Beschäf­tigte des Photo­vol­taik-Herstel­lers in Freiberg über eine mögliche Trans­fer­ge­sell­schaft infor­miert worden. Klarheit gebe es aber erst, wenn ein Kaufver­trag mit einem Investor zustande komme und die Gläubiger zustimmten, sagte ein Sprecher Piepen­burgs. Am Wochen­ende war bekannt geworden, dass in Freiberg nur 283 von über 1000 Jobs erhalten bleiben sollen. In Arnstadt sollen es 180 sein. Zuletzt hatten sich Hinweise verdichtet, dass Solar­world-Gründer Frank Asbeck als Mit-Investor in das Unter­nehmen zurück­kehren könnte.