Jüngster Schleuser Deutschlands in Görlitz verurteilt
Der wohl jüngste Schleuser in Deutschland ist heute vom Amtsgericht Görlitz verurteilt worden. Der 16-Jährige erhielt vier Wochen Arrest. Er hatte 27 Migranten in einem Kleintransporter über Neiße gefahren. Zum Tatzeitpunkt war der Syrer 15.
Der Halbwüchsige hatte von seinem Auftraggeber die Fahrzeugschlüssel bekommen. Zuvor gab er seinem Schützling Fahrunterricht. Dann setzte sich ans Steuer und schmuggelte die Flüchtlinge über die Grenze. In der Nähe des Übergangs Podrosche wurde er von der Bundespolizei erwischt. Gut sechs Wochen saß er in Untersuchungshaft. Diese Zeit berücksichtigte der Jugendrichter. Die Arreststrafe braucht der 16-jährige deshalb nicht zu verbüßen.
Er war vor zwei Jahren allein nach Deutschland gekommen, hatte in einem Kinderheim im thüringischen Apolda gelebt. Im August riss er aus. Seitdem wurde nach ihm gesucht.