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Katastro­phenalarm aufgehoben - Lage entspannt sich

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Landrat Frank Vogel hat den Katastro­phen­alarm für den Erzge­birgs­kreis am späten Montag­nach­mittag aufge­hoben. Die Pegel sind im Vergleich zum Sonntag deutlich gesunken und auch alle Unwet­ter­war­nungen sind aufge­hoben.Nach dem Schul­aus­fall am Montag wird es am Dienstag an den meisten Schulen wieder regulären Unter­richt geben. Wo es noch Ausnahmen gibt, können Eltern auf den Inter­net­seiten der Einrich­tungen lesen oder telefo­nisch erfragen, so das Landratsamt. An der Mittel­schule Sehmatal sowie im Beruf­li­chen Schul­zen­trum für Gesund­heit/Technik/Wirtschaft in Aue wird es auch am Dienstag noch keinen Unter­richt geben. Auch die Grund­schulen in Burkardt­s­dorf und in Meiners­dorf bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Auch beim Zugver­kehr kommt es zu erheb­li­chen Beein­träch­ti­gungen. Seit Sonntag hat die Erzge­birgs­bahn den Verkehr einge­stellt. Wann sie ihn wieder aufnehmen kann, ist noch unklar.

Auf Grund der weiteren ergie­bigen Regen­fälle und der damit verbun­denen Hochwas­ser­si­tua­tion hatte Landrat Frank Vogel für den Erzge­birgs­kreis Katastro­phen­alarm am Sonntag­mittag ausge­rufen. Die Hochwas­ser­si­tua­tion spitzte sich in vielen Gebieten zu. Die Talsperre Eiben­stock hatte den Vollstau erreicht und lief über. Sie konnte die ankom­menden Wasser­massen der Zwickauer Mulde nicht mehr regulieren.

In Aue waren die Zwickauer Mulde und das Schwarz­wasser über die Ufer getreten. Es galt die Hochwas­ser­alarm­stufe 3. Die Feuer­wehren auch der umlie­genden Ortschaften waren im Dauer­ein­satz.

In Olbernhau hatte die Flöha die Alarm­stufe 3 überschritten. Der Keller des Kranken­hauses musste ausge­pumpt werden. Teile wurden vorsorg­lich evaku­iert.

Im Erzge­birgs­kreis waren insge­samt 120 Feuer­wehren im Einsatz. In Zschopau mussten 12 Personen evaku­iert werden, die in Krumher­m­ers­dorf unter­kamen. In Stein­bach waren das Schwimmbad und Häuser von Überschwem­mungen betroffen.Telefon­nummer: 

Für Ratsu­chende ist ab sofort bei Anfragen zur Hochwas­ser­si­tua­tion ein Bürger­te­lefon unter der Rufnummer 03733/ 831 5270 geschalten. Wetter­pro­gnose:Bis zum Abend kann es immer wieder Schauer geben. Morgen ist es heiter bis sonnig, meist trocken, um 14 bis 20 Grad. Auch am Donnerstag gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken, bei bis zu 21 Grad. Am Freitag wechseln sich Sonne und Schauer ab, bei bis zu 23 Grad.

Die Hochwas­ser­alarm­stufen Alarm­stufe 1 Erhöhte Fluss­pegel. Das Landes­hoch­was­ser­zen­trum erfasst alle Daten und leitet sie an die Gemeinden weiter. Alarm­stufe 2 Erste Überschwem­mungen von Straßen und Wiesen. Beson­ders gefähr­dete Gebäude und Flüsse werden kontrol­liert. Außerdem werden Wehre und Deiche überprüft. Alarm­stufe 3 Erste Überschwem­mung von Gebäuden und Schienen. Für Anwohner in den Hochwas­ser­ge­bieten steigt die Gefahr. Betrof­fene sollten sich bei ihrer Gemeinde über geplante Maßnahmen infor­mieren. Wehre und Flüsse werden ständig beobachtet. Die Vorbe­rei­tungen für den Katastro­phen­fall laufen. Alarm­stufe 4 Katastro­phen­alarm. Das ist die höhste Alarm­stufe. Evaku­ie­rungen werden vorbe­reitet. Anwohner sollten sich unbedingt bei ihrer Gemeinde über die aktuelle Lage infor­mieren und ggf. Infor­ma­tionen an Nachbarn und Bekannte weiter­geben. Weitere Infor­ma­tionen über aktuelle Pegel­stände gibt es hier: http://www.hochwas­ser­zen­trum.sachsen.de Telefo­nisch unter: 0351-8928260 / 0351-8928261