Leere Straßen nach Demoverbot in Chemnitz

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Nachdem auch das sächsische Oberverwaltungsgericht die Demo von Corona-Kritikern in Chemnitz verboten hat, zeigte die Polizei am Samstanachmittag trotzdem in der Stadt Präsenz. Die Einsatzkräfte sollten das Verbot durchsetzen und eventuelle Ansammlungen auflösen.

Die Gruppe "Chemnitz steht auf" hatte eine Kundgebung mit bis zu 5.000 Teilnehmern am Karl-Marx-Monument angemeldet. Die Mobilisierung der Teilnehmer lief im Vorfeld aber eher schleppend. Deshalb kamen auch kaum Leute zum Versammlungsort auf die Brückenstraße.

Laut Polizei wurden einzelne Personen und kleine Gruppen angesprochen und auf das Verbot hingewiesen. Es wurden insgesamt 13 Platzverweise ausgesprochen. Mit aktuellem Stand sind wegen Verstößen gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung insgesamt elf Ordnungswidrigkeitsanzeigen erfasst worden. Es wurde eine Strafanzeige wegen Beleidigung von Polizeibeamten aufgenommen.
 
Die Polizeidirektion Chemnitz wurde von Kräften der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie Beamten aus Sachsen-Anhalt unterstützt. Zudem waren auch Kommunikationsteams der sächsischen Polizei im Einsatz. Involviert waren insgesamt etwa 450 Einsatzkräfte.