• Das Spitzentrio der sächsischen Grünen zur Bundestagswahl mit Paula Piechotta (Mitte) auf Listenplatz eins, Bernhard Herrmann auf Listenplatz zwei und Merle Spellerberg auf Platz drei

Leipziger Ärztin führt Sachsens GRÜNE in die Bundestagswahl

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Mit der Leipziger Ärztin Paula Piechotta als Spitzenkandidatin gehen die sächsischen Grünen in die Bundestagswahl. Auf dem Parteitag in Leipzig erhielt die Radiologin am Samstag 82 Prozent der Stimmen, 16 Delegierte hatten gegen sie gestimmt. Die 34-Jährige hatte keinen Gegenkandidaten. Für den Bundestag wollen die sächsischen Grünen nun mindestens drei Mandate gewinnen. Bisher sind sie dort mit zwei Abgeordneten vertreten.

Die Zukunft der Ökosysteme, des Klimas sowie die Stabilisierung der Demokratie stünden auf dem Spiel, sagte Paula Piechotta in ihrer Bewerbungsrede. Diese Themen seien in Sachsen besonders stark spürbar, wie unter anderem die mehreren Dürrejahre in Folge gezeigt hätten. «Wir müssen dieses Mal liefern, weil uns in der Klimakrise keine Zeit bleibt.»

Zuvor hatten Sachsens Grüne ein zweistelliges Wahlergebnis als Ziel angestrebt. Dies wäre mehr als doppelt so viel wie bei der vergangenen Bundestagswahl 2017, als sie noch 4,6 Prozent holten. Parteichefin Christin Furtenbacher teilte zum Auftakt der zweitägigen Delegiertenversammlung in der Messestadt mit, dass die sächsischen Grünen derzeit 3000 Mitglieder haben: Dies sei eine Verdoppelung seit 2017.

Themen des einstimmig verabschiedeten Leitantrags waren unter anderem Klimaneutralität, Stärkung der ökologischen Landwirtschaft. Sie fordern zudem, die Fahrgastzahlen im ÖPNV bis 2030 zu verdoppeln, Schienen im ländlichen Raum zu reaktivieren und den Bahnverkehr auszubauen. «Das machen wir nicht, weil das bündnisgrüne Kernthemen sind, sondern weil es gut ist für dieses Land», betonte die Landtagsfraktionsvorsitzende Franziska Schubert.