Leipziger sind Fußball-Vize-Weltmeister
Leipzig ist Fußball-Vize-Weltmeister. Also bei den kniehohen Robotern. Das Team der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, die „HTWK-Robots“, musste sich bei der WM im holländischen Eindhoven erneut nur Dauergewinner und Titelverteidiger „B-Human“, dem Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) aus Bremen geschlagen geben.
Das allerdings deutlich: Die Bremer gewannen das Finale klar mit 10:0. Der Titelverteidiger hatte zuvor auch alle anderen Teams deklassiert und am Ende ein Torverhältnis von 86 zu 1. Für die Leipziger war es dennoch ein Erfolg. Immerhin holten sie erneut Silber und landeten vor allen anderen 16 Teams. Für die Bremer war es bereits der elfte WM-Triumph. Bronze holte ein Team aus Irland.
„Für uns ist es erneut ein toller Erfolg! Das Feld der teilnehmenden Teams ist dieses Jahr leistungstechnisch weiter zusammengerückt, was die Spiele dadurch knapper und interessanter gestaltet hat. Wir haben außer dem Finale gegen Bremen dennoch kein Spiel verloren – das macht uns als Mannschaft sehr stolz“, resümierte nach der WM Max Polter von den HTWK Robots.
Ziel des Turniers sei natürlich vor allem auch ein Austausch unter den Forschern. Polter: „Die WM versteht sich nicht nur als Unterhaltungsveranstaltung. Es kommen kommen viele Wissenschaftler, die sich gemeinsam mit Problemen der Robotik und künstlicher Intelligenz beschäftigen.“
Die HTWK Robots aus Leipzig gibt es seit 15 Jahren, die WM schon seit Ende der 1990er Jahre. Seit sie 2018 Weltmeister wurden, gehören sie zur Weltspitze bei den Fußballrobotern. Die spielen übrigens komplett autonom - also ohne Fernsteuerung oder ähnliches. Die Herausforderung bestehe in der Programmierung – der Roboter-Fußball werde daher manchmal auch als „Kampf der Algorithmen“ bezeichnet. Ziel sei es, dass Roboter bis 2050 den dann aktuellen Fußballweltmeister der Menschen besiegen.