Linke: Kultusministerin bekommt Lehrermangel nicht in den Griff
Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) bekommt nach Ansicht der Linken den Lehrermangel nicht in den Griff. „Ihre Personalpolitik beschränkt sich darauf, die sich immer wieder auftuenden Löcher zu stopfen“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Cornelia Falken, am Freitag in Dresden. Für den Nachmittag hatte der Schulausschuss des Parlaments eine Anhörung zum neuen Schulgesetz anberaumt. Sachsen brauche endlich ein Personalkonzept und eine langfristige Planung des Lehrerbedarfs, sagte Falken: „Der Fehler liegt im System.“Ende dieses Schuljahres müssten 881 Vollzeitstellen ersetzt werden, weil Lehrer in Rente gehen, rechnete die Abgeordnete vor. Tatsächlich stünden hinter dieser Zahl aber mehr Lehrer, weil manche von ihnen auch in Teilzeit arbeiten. Bis zum Schuljahr 2018/2019 steige die Zahl der zu ersetzenden Stellen auf 1654. Die Linken verlangen eine tarifliche Altersteilzeit - damit „ältere Kollegen die Chance haben, würdevoll in die Rente zu kommen“, so Falken. Zudem müsse Lehrern ab dem 63. Lebensjahr eine weitere Pflichtstunde erlassen werden. Derzeit sind es nach dem 55. Lebensjahr eine und ab 60 eine zweite. (DPA)