Feuerwehr verhindert Katastrophe im Autobahntunnel Königshainer Berge
Nach dem Brand im Autobahntunnel „Königshainer Berge“ ist die Evakuierung aufgehoben worden. Die Fahrzeuginsassen wurden wieder zurück zu ihren Autos gebracht. Sie könnten ihre Fahrt fortsetzen. „Der Tunnel ist wieder offen“, sagte uns Kreisfeuerwehrsprecher Mathias Krause. Am Vormittag war ein Lkw etwa in der Mitte des dreieinhalb Kilometer langen Tunnels in Brand geraten.
Die in der Nähe des Portals stationierte Werksfeuerwehr war in wenigen Minuten zur Stelle. Der Brand konnte schnell gelöscht und so eine Katastrophe verhindert werden. „Das Feuer wurde schon in der Entstehungsphase gelöscht“, so Krause. Rund 200 Fahrzeuginsassen wurden über die andere Tunnelröhre in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand. Ein technischer Defekt am Sattelzug wird nicht ausgeschlossen. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Wann die Sperrung aufgehoben wird, ist noch unklar. Der Verkehr wird zwischen den Anschlussstellen Kodersdorf und Nieder Seifersdorf umgeleitet.
Seit April wird eine der beiden Tunnelröhren modernisiert. Der Verkehr rollt im sogenannten Zwei-Richtungsverkehr durch die andere Röhre. Die Fahrzeuge begegnen sich im Abstand von nur einigen Zentimetern. Die Geschwindigkeit ist auf 60 Kilometer pro Stunde herabgesetzt.
Die erste Meldung heute Vormittag vom Feuer im Autobahntunnel hatte Erinnerungen an den Brand eines 12-Tonners vor 13 Jahren wachgerufen. Damals brannte ein Sattelzug in der Südröhre (Richtung Görlitz) kurz vor dem Tunnelausgang aus. Durch die Flammen wurden Schalung und Fahrbahn beschädigt. Der Tunnel war monatelang gesperrt.