Lok verpasst den Aufstieg in die 3. Liga

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Der 1. FC Lok Leipzig bleibt viertklassig. Zwar kamen die Messestädter am Dienstag beim SC Verl in Bielefeld zu einem 1:1 (1:0) im Relegations-Rückspiel, doch hatten die Ostwestfalen in Leipzig ein 2:2 geschafft und steigen aufgrund der Auswärtstorregel auf. Der SC Verl ist neben dem 1. FC Saarbrücken, Türkgücü München und dem VfB Lübeck der vierte Drittliga-Aufsteiger.

Die 1:0-Führung der Sachsen kurz vor der Pause fiel durch ein Eigentor des Verler Kapitäns Julian Stöckner, der eine Flanke von Maik Salewski mit dem Hinterkopf ins eigene Tor lenkte. Der Ausgleich gelang Ron Schallenberg in der 73. Minute. Im zweiten Abschnitt musste die Partie wegen einer Verletzung von Schiedsrichter Arne Aarnink (Nordhorn) einige Minuten unterbrochen werden, Assistent Eric Müller (Bremen) übernahm danach die Spielleitung.

Es war wie bereits in Leipzig ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Gäste vor der Pause das aktivere Team waren und nicht unverdient in Führung gingen. Nach dem Seitenwechsel drückte Verl, während sich das Team von Trainer Wolfgang Wolf immer mehr zurückzog. Das tat es aber geschickt, verengte die Räume und ließ nur wenig Zwingendes zu. Bei einem Überzahlangriff der Gastgeber aber war man im Deckungszentrum unsortiert und bekam den Ausgleich.

Danach gab es Chancen auf beiden Seiten, die alle ungenutzt blieben. Mit dem Schlusspfiff brach bei Lok alles zusammen und selbst Trainer Wolf, der seit seiner Amtsübernahme ungeschlagen blieb, konnte seine Enttäuschung nicht verbergen.

Für die Leipziger brechen nun harte Zeiten an. Präsident Thomas Löwe sagte im MDR, dass nur wenige Spieler zu halten sein werden. Wer die Nachfolge von Wolf antritt, wollte der Präsident noch nicht verraten. Im Zuge des Neuaufbaus der Mannschaft rechnet er aber nicht damit, dass sein Team erneut um den Aufstieg mitspielen kann.