Mann in Dölzig verschanzt sich aus Angst vor Abschiebung
Die mutmaßliche Geiselnahme in Dölzig bei Leipzig war offenbar eine Kurzschlussreaktion. Laut Polizei hatte sich der 28-jährige Serbe am Donnerstagmorgen in seiner Wohnung verschanzt, weil er Angst hatte, abgeschoben zu werden. Die LKA-Beamten waren gegen 6 Uhr angerückt, um die Wohnung des Mannes zu durchsuchen. Der 28-Jährige sollte aber gar nicht abgeschoben werden - er steht im Verdacht mehrere Einbrüche begangen zu haben. Aus Angst verrigelte der Mann die Tür und verschanzte sich mit mehreren Verwandten in der Wohnung - er drohte auch einem Baby Gewalt anzutun, sollte die Wohnung gestürmt werden. Drei Stunden lang wurde verhandelt, am Vormittag ergab sich der 28-Jährige schließlich. Laut Polizei wurde keine der Menschen in der Wohnung als Geisel festgehalten.In diesem Zusammenhang wurde am Donnerstagmorgen auch die Wohnung eines 37-jährigen Albaners durchsucht. Da verlief aber alles ruhig. Die beiden Männer stehen unter Tatverdacht, am 25. und 26. März 2016 in ein Dölziger Einfamilienhaus eingebrochen zu sein und daraus Schmuck und Mobiltelefone im Gesamtwert von etwa 4.000 Euro entwendet zu haben.