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Mehr als 350 000 Besucher beim „Tag der Sachsen“

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Mehr als 350.000 Gäste haben den 19. „Tag der Sachsen“ am Wochen­ende in Oelsnitz im Erzge­birge ausgiebig gefeiert. Allein beim tradi­tio­nellen Festumzug am Sonntag säumten nach Angaben des Veran­stal­tungs­büros bei freund­li­chem Wetter etwa 100.000 Leute die Straßen­ränder. An der mehrstün­digen Parade betei­ligten sich etwa 3.400 Darsteller von rund 160 Vereinen, 20 Musik­ka­pellen und mehr als 100 Tiere. Der Abschlusstag hatte am Vormittag mit einem Festgot­tes­dienst auf dem Rathaus­platz begonnen. Schon Stunden zuvor waren die ersten Besucher auf das etwa 100 Hektar große Festge­lände zwischen Schlem­mer­meile und den 20 Show-Bühnen geströmt.„Das Wetter hat mitge­macht“, sagte Landtags­prä­si­dent Matthias Rößler zufrieden. Es war der erste Sachsentag mit ihm als Chef des Kurato­riums der Veran­stal­tung. Das Gremium hatte am Samstag einstimmig Freiberg im Erzge­birge als Ausrichter des Festes für 2012 bestimmt - 20 Jahr nachdem in dieser Stadt die Premiere des Sachsen­tags über die Bühne gegangen war. 2011 ist das ostsäch­si­sche Kamenz der Gastgeber.Das Konzept des Sachsen­tages sei voll aufge­gangen, sagte Vize-Organi­sa­ti­ons­chef Jörg Hascheck. „Alles ist wie geplant abgelaufen.“ Die Zahl von 300.000 erwar­teten Besuchern sei übertroffen worden. Bei der Anreise der Gäste sei es durch einen gut organi­sierten Shuttle-Verkehr kaum zu Verkehrs­be­hin­de­rungen gekommen. Das Fest verlief auch aus Sicht der Polizei ausge­spro­chen fried­lich und ohne größere Zwischen­fälle.Der von rund 470 Vereinen, Verbänden und Gruppen gestal­tete Sachsentag hatte bei strah­lendem Sonnen­schein am Freitag­nach­mittag begonnen. Die 12.000 Einwohner von Oelsnitz hatten zur Begrü­ßung rund 1.800 lebens­großen Puppen geschmückt und in Fenster, Vorgärten oder auf Garagen­dä­cher gestellt. Eine 63 Kilometer lange Wimpel­kette aus Stoff­resten zierte Straßen und Häuser. Höhepunkt war der rund 3,3 Kilometer lange Festumzug am Sonntag. Das Fest sollte am Abend mit einem großen Chorkon­zert und dem „Steiger­lied“ der Bergleute ausklingen.Seit 1992 wird der „Tag der Sachsen“ jährlich in einer anderen Stadt gefeiert. Nur 2002 fiel das Fest in Döbeln aus - wegen Hochwas­sers. Den bishe­rigen Besucher­re­kord hält Zwickau mit rund 595.000 Gästen im Jahr 2000.