Mehr Arbeitslose im Erzgebirge im Dezember
Die Arbeitslosigkeit im Erzgebirge ist zum Jahresende angestiegen. Das ist normal für Dezember, allerdings hat die Corona-Krise noch ihr Übriges getan.
8.100 Männer und Frau hatten Ende Dezember keinen Job. Das waren 400 mehr Arbeitslose als im November und über 900 mehr als im Dezember des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,7 Prozent.
Überwiegend Männer in Außenberufen, also auf dem Bau, im Garten- und Landschaftsbau oder auch der Forst- und Landwirtschaft mussten sich arbeitslos melden. Ebenso kam es zu Entlassungen im Verarbeitenden Gewerbe und im Bürobereich.
Allein das Kurzarbeitergeld hat einen noch höheren Anstieg der Arbeitslosenzahlen verhindert. Allein im Dezember wurden 620 neue Anzeigen für 4.500 Personen in Kurzarbeit gestellt. Im November waren es noch 402 Anzeigen für 2.820 Personen gwesen. Schaut man auf die von Kurzarbeit betroffenen Menschen, ist das ein Anstieg um fast 60 Prozent innerhalb von vier Wochen. Die meisten Betriebe sind im Verarbeitenden Gewerbe zu Hause, gefolgt vom Einzelhandel, Baubereich und Gastronomie.
Die Geschäftsstelle Zschopau behält auch im Dezember die Spitzenposition im Erzgebirge. Mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent liegt die Geschäftsstelle noch vor den beiden Geschäftsstellen Stollberg mit 4,3 und Marienberg mit 4,4 Prozent. Die Geschäftsstelle Schwarzenberg und die Hauptagentur Annaberg-Buchholz liegen im Berichtsmonat gleichauf bei fünf Prozent. Die Auer Arbeitslosenquote liegt mit 5,3 Prozent noch darüber.