Mehr Arbeitslose im Erzgebirge - Ukrainer in der Statistik

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Die Zahl der Arbeitslosen im Erzgebirgskreis ist diesen Monat weiter angestiegen. Überraschend kommt das nicht, tauchen doch die Ukraine-Flüchtlinge mit auf in der Statistik.

Gut 7.400 Menschen hier in der Region haben keinen Job, das sind etwa 470 mehr als letzten Monat. Zum ersten Mal seit über einem Jahr liegt die Arbeitslosigkeit auch über dem Vorjahresniveau.

Die Entwicklung sei maßgeblich durch die Ukraine-Flüchtlinge beeinflusst, so eine Sprecherin der Arbeitsagentur. Dazu ist aber auch die Jugendarbeitslosigkeit deutlich gestiegen, was aber saisontypisch sei. Hinter den Zahlen stehen vor allem junge Leute, die nach der Ausbildung nicht übernommen wurden.  

Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,5 Prozent.

Im gesamten Erzgebirgskreis erhöhten sich die Arbeitslosenquoten. Die Geschäftsstelle Stollberg weist aktuell eine Quote von 3,8 Prozent aus. Damit bleibt die Region im Kreisranking auf dem vordersten Platz.

Ihr folgen Zschopau mit 3,9%, Marienberg mit 4,5%, Schwarzenberg mit 4,6% und Aue mit 4,9 Prozent.

Am deutlichsten stieg die Arbeitslosigkeit in der Hauptagentur Annaberg-Buchholz. Mit einer Quote von fünf Prozent übernimmt sie das Schlusslicht im Erzgebirge und löst damit die Region Aue ab.

Wer auf der Suche nach einem Job ist, hat jede Menge Möglichkeiten. Fast 3.270 Stellen sind aktuell unbesetzt. Gut 430 davon kamen neu dazu diesen Monat.

Die meisten Jobangebote gibt es im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, bei Personaldienstleistern, im Handel, Kraftfahrzeuggewerbe und in der Gastronomie.