Mehr Ausländer vor sächsischen Gerichten
An sächsischen Gerichten sind im letzten Jahr von allen Verurteilten 21 Prozent Ausländer gewesen. Das hat das Statistische Landesamt in Kamenz heute mitgeteilt. Über 8.100 Nicht-Deutsche sind letztes Jahr verurteilt worden sind - 770 mehr als ein Jahr vorher. Insgesamt haben im vergangenen Jahr über 48.200 Menschen und damit gut 1.200 weniger als im Jahr davor wegen Verbrechen oder Vergehen vor sächsischen Gerichten gestanden. 82 Prozent sind verurteilt worden - ein Rückgang von gut einem Prozent. Nur bei drei Prozent der Beschuldigten (1.689 Personen) habe es einen Freispruch gegeben, bei 15 Prozent (7.064) der Angeklagten sei das Verfahren eingestellt worden. Fast die Hälfte der Verurteilten (18.799 Personen) standen laut Statistikbehörde wegen Vermögens- und Eigentumsdelikten vor Gericht. Der Ausländeranteil habe dabei 23 Prozent (4.373) betragen. 8.040 Menschen wurden wegen Verkehrsdelikten schuldig gesprochen, 5.397 wegen Straftaten gegen die Person verurteilt.