Mehr Platz für Welterbe-Komplex in der Silberstadt
Das Vorhaben Welterebebesucherzentrum Freiberg bekommt deutlich mehr Platz. Der Stadtrat hat beschlossen, dass es nun auf zwei nebeneinander liegenden Grundstücken entstehen soll.
Längst stand ja fest, dass das neue Welterbezentrum auf dem Grundstück Petersstraße 19 errichtet wird. Jetzt kommt auch das Grundstück Petersstraße 21 dazu.
Damit erhält der zentrale Anlaufpunkt für Freiberger und Besucher der Stadt für vertiefende Informationen zur Welterbestätte in einer der Hauptmagistralen der historischen Freiberger Altstadt deutlich mehr Priorität und Möglichkeiten für seine universelle Gestaltung. Das Zentrum soll mit seiner Ausstellung den außergewöhnlich universellen Wert der Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí präsentieren.
Es entsteht nicht nur eine reine Galerie, sondern vielmehr ein Kompetenzzentrum in Sachen Welterbe inmitten der Freiberger Altstadt. Neben städtischen Mitarbeitern nehmen dort auch Leute vom Welterbe-Förderverein und vom Tourismusverband ihre Arbeit auf, voraussichtlich ab 2024.
„Das Welterbe-Besucherzentrum am Standort Petersstraße 19 mit dem Gebäude Peterstraße 21 zu verbinden, eröffnet weitere Chancen der Vermarktung des Welterbethemas. Zum Beispiel haben Vereine, die sich dem Welterbe verpflichtet fühlen, bereits Bürofläche nachgefragt“, weiß Baubürgermeister Holger Reuter. „Mit der Sanierung der Peterstraße 21 heben wir auch das Potenzial für der gesamten Straße. Das wollen wir jetzt nutzen – für unsere Innenstadt und für das Welterbezentrum, denn mit Beidem könnten wir unsere Stadt deutlich nach vorn bringen.“
Auch Oberbürgermeister Sven Krüger setzt auf Synergieeffekte beim Bau des Zentrums über beide Grundstücke. So könnte beispielweise ein gemeinsames Treppenhaus die Anlage barrierefrei erschließen, auch das hintere Gelände könnte sinnvoll gemeinsam genutzt werden.
Zur Unterstützung der Finanzierung des Baus, dessen Kosten sich bislang auf rund 4,8 Millionen Euro belaufen, soll beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ein Förderantrag gestellt werden.
Das Freiberger Welterbe-Besucherzentrum ist eins von vier Zentren der Montanregion. Die anderen entstehen in Annaberg-Buchholz, Marienberg und Schneeberg. Für die Gestaltung aller vier Zentren ist das Leipziger Unternehmen Kocmoc durch den Welterbeverein beauftragt. Die vier Zentren sollen einander ergänzen und keineswegs zueinander in Konkurrenz stehen.