Miniatur-Häuser in Mauersberger Sonderschau
Roman und sein Vater Reinmar Naumann bewahren eine ganz besondere Tradition. Sie fertigen kleine hölzerne Minaturhäuschen an, die sich zu größeren Ensembles, zu Dörfern und sogar zu Städten zusammenfügen lassen. Im Mauersberger-Museum ist das ab Donnerstag in einer Sonderschau zu sehen.
Früher gab es eine Vielzahl von Betrieben, die kleine Häuser zum Spielen für Kinder aus Holz kreierten. Da die gesetzlichen Vorgaben dafür heute sehr hohe Ansprüche an das Material stellen, wäre das für die Naumanns zu kostenintensiv. Ihre Häuser sind Sammlerobjekte für Erwachsene. Typisch dafür ist das detailgenau aufgebrachte Fachwerk.
In der Rechenberg-Bienenmühler Manufaktur entstehen nicht nur fiktive Gebäude, sondern auch real existierende Bauwerke. Dazu gehören die Kirchen in Großrückerswalde, Lauterbach oder Mittelsaida. Andere Häuser zieren im Zusammenhang mit Figuren namhafter erzgebirgischer Kunsthandwerker auch Pyramiden und Schwibbögen.
Sogar ganze Bergaufzüge marschieren so durch die fiktiven urbanen Landschaften. Damit thematisieren die Naumanns den dem Erzgebirge zuerkannten Welterbetitel. Die Schau in Mauersberg zeigt auch eine Auswahl früherer Produkte, die einst noch in vielen Kinderzimmern zu finden waren.
Ergänzt wird sie durch Fotos. Diese zeigen Fachwerkhäuser der Region, von denen einige als Miniaturhäuschen in den Vitrinen wiederzufinden sind. Geöffnet ist das Mauersberger Museum mittwochs bis sonntags von 12 Uhr bis 17 Uhr.
Zur Eröffnung der Sonderschau am 5. März ist der Eintritt kostenfrei. Die Sonderausstellung iat bis zum 1. Juni zu sehen.