Mutmaßliche Drogendealer in Untersuchungshaft

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Mutmaßliche Drogendealer in Untersuchungshaft

 

Chemnitz

Mutmaßliche Drogendealer in Untersuchungshaft

Zeit: 26.03.2020, 19.20 Uhr

Ort: OT Zentrum

(1083) Bei der Bestreifung des Stadtgebietes fielen Beamten der sächsischen Bereitschaftspolizei abends zwei Männer (23, 26) in der Bahnhofstraße auf, die sie daraufhin kontrollierten. Es bestand der Verdacht, dass beide gegen die Beschränkungen der geltenden Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstießen. Dem war auch so. Doch das war zumindest für den 26-jährigen syrischen Staatsangehörigen das kleinere Übel. Denn in seinen Taschen fanden die Beamten insgesamt 102 Gramm Cannabis und weitere 108 Gramm Crystal. Die Betäubungsmittel wurden beschlagnahmt und der Mann wegen des dringenden Tatverdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorläufig festgenommen.

Im Zuge der Ermittlungen stießen die Beamten der Kriminalpolizei am späten Abend auf eine Wohnung eines mutmaßlichen Komplizen des 26-jährigen Mannes. Nach erlassenem Beschluss durch die Chemnitzer Staatsanwaltschaft durchsuchten die Kriminalisten die Wohnung im Stadtzentrum, in der sich ein 19-Jähriger aufhielt. Letztlich wurden nochmals knapp 400 Gramm Cannabis und mehrere Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt. Auch der 19-Jährige (syrische Staatsangehörigkeit) wurde wegen des dringenden Tatverdachts des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorläufig festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden die beiden Tatverdächtigen am heutigen Tag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Chemnitz vorgeführt. Dieser erließ sowohl gegen den 26-Jährigen als auch gegen den

19-Jährigen Untersuchungshaftbefehle. Die beiden Männer befinden sich bereits in Justizvollzugsanstalten. Die polizeilichen Ermittlungen sind indes keinesfalls abgeschlossen. Für die Kriminalpolizei gilt es nun unter anderem zu klären, woher die beschlagnahmten Betäubungsmittel stammen und welche Vertriebsnetzwerke die beiden Inhaftierten womöglich genutzt haben. (Ry)

Quelle: www.polizei.sachsen.de/de/MI_2020_71594.htm