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Nach DDR-Strafrecht verurteilt - zwei Männer in Sachsen noch in Haft

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In Sachsen sind sitzen noch zwei nach DDR-Strafrecht verurteilte  Männer im Gefängnis – der eine wegen Mordes, der andere auch wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs. In dem zweiten Fall hatte erst nach 30 Jahren die Spur zum Täter geführt, teilte das Justizministerium mit. Im April 1987 war eine 18-Jährige im Vogtland brutal vergewaltigt und getötet worden. 2017 verurteilte das Landgericht Zwickau einen Frührentner aus Gera zu lebenslanger Haft und stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Dabei hatten die Richter eine Kombination aus dem Mord-Paragrafen der DDR und bundesdeutschem Recht angewandt.

Der Bundesgerichtshof entschied 2018, dass dies zulässig gewesen sei, das Urteil gegen den heute 68-Jährigen wurde rechtskräftig. (dpa/red)