Nach Messerattacke in Aue: Ermittlungen zum Täter laufen noch
Zwei Wochen nach der blutigen Messerattacke bei einer Weihnachtsfeier in Aue ist weiter ungeklärt, wer auf einen freiwilligen Helfer eingestochen hat. Die Ermittlungen dazu liefen noch, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Chemnitz.
Ein 53-jähriger Syrer sitzt weiter in Untersuchungshaft. Er wird verdächtigt, zum versuchten Totschlag und zur gefährlichen Körperverletzung angestiftet zu haben.
Am Heiligabend waren bei einer Weihnachtsfeier für Bedürftige im Pfarrhaus der St. Nicolai-Gemeinde ein 51 Jahre alter Deutscher schwer und ein 34-jähriger Iraner leicht verletzt worden. Vorausgegangen war offenbar ein Streit unter Asylbewerbern.
Der Deutsche hatte ehrenamtlich geholfen an dem Abend. Laut Polizei wollte er in der Auseinandersetzung schlichten.
In der Folge nahmen am 28. Dezember rund 500 Menschen an einem Friedensgebet in der Kirche teil. Zu einer Kundgebung, zu der NPD-Stadtrat Stefan Hartung aufgerufen hatte, versammelten sich laut Polizei rund 2.200 Menschen.