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Neu-Trainer Letsch macht sich ans Werk - Puzzeln beim FC Erzgebirge

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Aue (dpa) – Es herrschte gute Laune auf den Trainings­plätzen neben dem Erzge­birgs­sta­dion. Ein erstes Beschnup­pern, ein erstes Kennen­lernen – am Montag­morgen hat beim FC Erzge­birge Aue die Vorbe­rei­tung auf die 2. Fußball-Bundes­liga begonnen. Dabei hat sich perso­nell aller­hand getan. Mit Thomas Letsch sitzt ein neuer Chef auf der Trainer­bank, dazu kommen einige neue Spieler.Nicolai Rapp (TSG Hoffen­heim), Arianit Ferrati (ausge­liehen vom Hamburger SV) und John-Patrick Strauß (RB Leipzig II) wohnen derzeit noch zusammen im Hotel. Alle drei berichten, dass sie von der Mannschaft gut aufge­nommen wurden. „Es herrscht eine gute Stimmung in der Truppe“, meinte Rapp nach der ersten Einheit. Klar ist aber auch: Die Abläufe müssen sich erst einspielen und die Spieler sich unter­ein­ander besser kennen­lernen.Es war der große Wunsch von Präsi­dent Helge Leonhardt, der mittler­weile im Urlaub weilt, noch vor dem Saison­start einen Ersatz für den zu Schalke 04 gewech­selten Trainer Domenico Tedesco zu präsen­tieren. Der Neue ist mit Letsch gefunden und hat jetzt auch ausrei­chend Zeit, seine Vorstel­lungen und Ideen umzusetzen. „Das war heute ein erstes Beschnup­pern“, meinte der Coach. Er will dem Team jetzt „Stück für Stück“ seine Spiel­phi­lo­so­phie einimpfen.Die beruht vor allem auf einer Maxime: „Wir wollen immer aktiv sein“, trich­terte Letsch seiner neuen Mannschaft ein. Das heißt: Egal ob mit oder ohne Ball eine hohe Laufbe­reit­schaft zeigen, den Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen.Dafür wird sich auch noch etwas am Personal ändern. 19 Feldspieler und drei Torhüter schwitzten am Montag in der Auer Hitze. Dazu kommen noch Dimitrij Nazarov und Michael Maria, die mit ihren Natio­nal­mann­schaften unter­wegs sind. Letsch will sich jetzt nach und nach ein detail­liertes Bild der einzelnen Spieler machen. Danach sollen ein paar Neue kommen. Heißt im Umkehr­schluss: Der aktuell recht große Kader muss verklei­nert werden.Albert Bunjaku, der noch zwei Jahre Vertrag besitzt, steht nach überein­stim­menden Medien­be­richten vor einer Leihe zum FC Hansa Rostock, wo der frühere Aue-Coach Pavel Dotchev das Ruder übernommen hat. Martin Toshev war am Montag in Aue gar nicht mehr mit dabei. Wo er steckte, blieb ebenso unklar, wie die Antwort auf die Frage, ob er noch mal nach Aue zurück­kehrt. In der Rückrunde war der Bulgare an den VfR Aalen verliehen.Es sind viele kleine Puzzlesteine, die der 48-jährige Letsch jetzt zusam­men­ste­cken muss. Eines davon ist auch Wolfgang Luisser. Der 37-Jährige Öster­rei­cher wird als zweiter Co-Trainer neben Robin Lenk nach Aue kommen. Luisser, derzeit noch „Co“ bei der U21-Natio­nal­mann­schaft von Öster­reich, soll sich dabei auf die Video­schu­lungen konzen­trieren. Das war die heraus­ra­gende Stärke von Tedesco. Nicht nur Dank dessen Kader­zu­sam­men­stel­lung ist der bishe­rige Trainer derzeit noch sehr präsent in Aue.