Neue Hoffnung für Erzgebirgische Aussichtsbahn
Für die von der Stilllegung bedrohte „Erzgebirgische Aussichtsbahn“ von Annaberg-Buchholz nach Schwarzenberg gibt es noch Hoffnung. Für den Weiterbetrieb gebe es Interessenten, teilte die Erzgebirgsbahn in Chemnitz mit. Auf der fast 30 Kilometer langen Strecke gibt es seit 1997 keinen regulären Bahnverkehr mehr. Deshalb hatte die Deutsche Bahn diese ausgeschrieben, um einen neuen Betreiber zu finden. Sonst droht die Stilllegung. Die Frist endet am 6. Mai. Seit 2009 wird die Strecke touristisch genutzt. Am 3. und 4. Mai startet die Aussichtsbahn mit historischen Museumszügen in die neue Saison. Die Aussichtsbahn fährt durch eine landschaftlich reizvolle Gegend und überquert unter anderem bei Raschau den 237 Meter langen und 37 Meter hohen Markersbacher Viadukt von 1889, eine Leichtbau-Stahlkonstruktion. Jährlich werden fünf bis sechs Fahrtwochenenden für Touristen veranstaltet. „Die Erzgebirgische Aussichtsbahn ist ein wichtiger Baustein in unserem Konzept“, sagte die Chefin des Tourismusverbandes Erzgebirge, Veronika Hiebl. „Es wäre bedauerlich, wenn die Strecke eingestellt wird.“ Die Kommunen hätten zum Beispiel in die Bahnhöfe an der Strecke viel investiert. Sie sei optimistisch, dass ein neuer Betreiber gefunden werde. In diesem Jahr werde der 25 000ste Fahrgast seit 2009 erwartet. „Die touristische Bedeutung der Strecke von Annaberg-Buchholz nach Schwarzenberg ist unstrittig“, sagte der Sprecher der Erzgebirgsbahn, Lutz Mehlhorn. Es sei aber nicht möglich, die Strecke damit wirtschaftlich zu betreiben. Nach dem 6. Mai würden mit Interessenten Gespräche geführt. Von einem „Antrag auf Stilllegung“ könne deshalb „noch keine Rede sein“. Erst wenn alle Verhandlungen erfolglos blieben, werde dieser beim Eisenbahn-Bundesamt gestellt. (dpa)