Nussknacker ist Botschafter fürs Erzgebirge
Es gibt ja viele Botschafter fürs Erzgebirge, aber der wahrscheinlich kleinste ist Wilhelm, ein Nussknacker, genaugenommen ein Reise-Nussknacker.
Seit mittlerweile drei Jahren wird er von den verschiedensten Leuten im Reisegepäck verstaut und einfach mitgenommen - die Idee kommt von ein paar Leuten aus Deutschkatarinenberg.
Der kleine König Wilhelm verbindet. Er schafft Begegnungen und Neugier. Das haben die vielen Reisen des Miniatur-Nussknackers in den vergangenen drei Jahren bewiesen. Die etwa 120 Besucher einer Präsentationsveranstaltung seiner „Untertanen“ Markus Füchtner, Ronny Hoyer, Silvio Neuber, Tom Neuber und Mario Kaden bekamen darin einen kleinen Einblick. „Wannbistedu“ lautete der Titel des Abends im Huthaus Deutschkatarinenberg.
„In unserer Mundart heißt das so viel wie: Zu wem gehörst du denn oder wo kommst du her“, erklärte das Markus Füchtner. Der Titel soll die Neugier ausdrücken, die Wilhelm auslöst. Die Veranstaltung war bereits vier Wochen vor Beginn ausverkauft. Damit hätten die fünf nicht gerechnet. Nur zwölf Zentimeter groß passt Wilhelm in jede Reisetasche.
In 40 Länder haben ihn Reisende bereits mitgenommen. Auf fünf Erdteilen traf er auf Menschen, die sich mit ihm fotografieren ließen. So kamen die Reisenden mit den Menschen vor Ort ins Gespräch. Auf diese Weise lernte sogar ein Schamane am Amazonas, was ein Nussknacker ist und woher er kommt.
Weshalb sich so viele für ihn begeistern, kann Markus Füchtner nicht erklären. Aber er freut sich darüber. Mittlerweile melden sich viele Bewerber, die Wilhelm auf ihre Reise in neue Länder und Abenteuer mitnehmen wollen. „Wir müssen auswählen und den Kalender koordinieren“, erklärte Markus Füchtner. Wilhelms Reise geht also weiter, das steht fest. Nur das Ziel steht noch nicht fest.