Olbernhauer baut Buckelbergwerke
Claus Kempe aus Olbernhau hat ein Hobby, mit dem er recht allein ist auf weiter Flur. Er baut in seiner Freizeit Buckelbergwerke. Dabei war das früher im Erzgebirge weit verbreitet. Die Miniaturbergwerke wurden so gebaut, dass man sie auf dem Buckel - also Rücken - tragen und so zu verschiedenen Anlässen präsentieren konnte. Gerade hat Kempe ein neues Buckelbergwerk fertig. „Ich möchte nicht, dass die Leute das vergessen. Der Bergbau gehört zur Identität der Erzgebirger“, bringt er seine Meinung auf den Punkt. Auf dem Rücken tragen kann man sein Buckelbergwerk nicht. Es fehlen die dazu notwendigen Riemen. Sie anzubringen, wäre kein Problem. Allerdings hält das der 69-Jährige nicht für notwendig. Seine Arbeit ist nicht wie einst für den mobilen Gebrauch bestimmt. Etwa 30 Figuren sind in dem Buckelbergwerk und auf dem darauf befindlichen Heimatberg eingesetzt. Sie tragen Kleidung, wie sie im 18. Jahrhundert im Erzgebirge üblich war. Verschiedene Szenen sind beweglich. Dazu gehören neben den Hunten auch das Poch- und Hammerwerk. Angetrieben wird alles von einem Elektromotor. Zum Tag des Technischen Denkmals am 23. und 24. März wird das Buckelbergwerk im Hutzenstübel auf dem Saigerhüttengelände zu sehen sein. Das ist an beiden Tagen von 10 bis 16 Uhr geöffnet.