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Organisierte Kriminalität: Weniger Ermittlungen im Osten

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In den östli­chen Bundes­län­dern ist die Zahl der Ermitt­lungs­ver­fahren gegen Tatver­däch­tige im Bereich Organi­sierte Krimi­na­lität leicht gesunken. Das teilte das Bundes­kri­mi­na­lität am Freitag in Wiesbaden in seinem Lagebe­richt für das Jahr 2015 mit. Berlin hatte demnach mit 53 Verfahren die meisten, Thüringen mit nur 6 bundes­weit die wenigsten. In Berlin, Branden­burg, Sachsen und Thüringen sank die Zahl jeweils im Vergleich zum Jahr 2014. Dort kam es zu insge­samt 105 Verfahren. In Sachsen-Anhalt stieg die Zahl um 3, von 16 auf 19, in Mecklen­burg-Vorpom­mern um 4, von 10 auf 14, an.  Bundes­weit leiteten die Polizei­be­hörden 566 Verfahren wegen Organi­sierter Krimi­na­lität ein, das sind fünf weniger als im Vorjahr. Am häufigsten wurde in Nordrhein-Westfalen und Bayern ermit­telt. Laut BKA hat die organi­sierte Krimi­na­lität 2015 einen Gesamt­schaden von mindes­tens 424 Millionen Euro verur­sacht. Die Dunkel­ziffer in dem Bereich sei sehr hoch und das Schaden­s­po­ten­zial enorm, sagte Bundes­in­nen­mi­nister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Wiesbaden. „Die Organi­sierte Krimi­na­lität bedroht uns alle.“ Am häufigsten sind laut dem aktuellen Lagebild Rausch­gift-Straf­taten, gefolgt von Eigen­tums- und Wirtschafts­de­likten. Die Zahl der Einbrüche, die auf organi­sierte Banden zurück­geht, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,6 Prozent. Nach BKA-Angaben werden immer mehr Taten im Internet begangen. Die Behörde spricht von Organi­sierter Krimi­na­lität, wenn mindes­tens zwei Täter dauer­haft Straf­taten von „erheb­li­cher Bedeu­tung“ begehen. (dpa)