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Perfekte Woche! Veilchen schlagen auch die Münchner Löwen

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Mit gnaden­loser Effizienz hat der FC Erzge­birge Aue seine Erfolgs­serie ausge­baut. Gegen den TSV 1860 München, der wie Aue im Abstiegs­kampf steckt, gewannen die Sachsen mit 3:0 (1:0). Vor 10 000 Zuschauern trafen Dimitrij Nazarow (40., 73.) zweimal per Foulelf­meter und Cebiou Soukou (49.). Für die Notbremse, die zum ersten Straf­stoß geführt hatte, bekam Gäste-Profi Sebas­tian Boenisch die Rote Karte.Aus vier Chancen machte der Aufsteiger am Sonntag drei Tore. Seit sechs Spielen ist Aue ungeschlagen. Unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco holte die Mannschaft 13 von mögli­chen 15 Punkten. Durch diese Erfolgs­serie ist Aueals 15. punkt­gleich mit drei weiteren Mannschaften, darunter die Münchner.Die beiden Mannschaften spielten auf dem Papier mit ähnli­chen 3-4-3-Systemen. Insge­samt waren die Gäste aus München aber die abwar­tende Mannschaft, Aue hatte deutlich mehr Ballbe­sitz. Gefähr­li­cher waren aller­dings im ersten Durch­gang ganz klar die Löwen: Levent Aycicek (8.) und Chris­tian Gytkjaer (12., 26.) vergaben aber die mögliche Führung.Mit der ersten gefähr­li­chen Situa­tion gelang dem Aufsteiger das 1:0. Nach einem schwa­chen Rückpass von Marnon Busch hatte Boenisch Probleme, den Ball zu verar­beiten. Nazarow spritzte dazwi­schen und wurde von Boenisch im Sechzehner gefoult: Elfmeter und Rot. Nazarow selbst trat an und verwan­delte sicher. Nach dem Seiten­wechsel kontrol­lierte Aue das Spiel und schien den Gegner einschlä­fern zu wollen. Aus dem Nichts hebelte Chris­tian Tiffert mit einem genialen Pass die komplette Hinter­mann­schaft aus, Soukou (49.) hatte freie Bahn und erzielte mit der zweiten Chance das zweite Tor.Nach einer kurzen Schock­starre kamen die Münchner besser ins Spiel. Fabian Kalig (59.) musste nach einer Ecke auf der Linie klären. Doch die Druck­phase ebbte ab, da 1860 in Unter­zahl das frühe Pressing nicht durch­hielt. Auf der Gegen­seite blieb Aue gnadenlos. Nach einer halbhohen Herein­gabe wurde Nazarow von Abdou­laye Ba erneut im Sechzehn­me­ter­raum gefoult. Den Straf­stoß verwan­delte der kasachi­sche Natio­nal­spieler wieder sicher. Der Stürmer hat damit nun sieben Saison­treffer - sechs davon per Elfmeter.Danach waren die Münchner geschlagen. Durch die sehr effizi­ente Vorstel­lung konnten sich die Sachsen so für die 2:6-Hinspiel­pleite revan­chieren.(dpa)