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Pole Kubacki gewinnt Skispringen in Klingenthal

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Andreas Wellinger schaute gespannt zur Anzei­ge­tafel, ehe er im Jubel der Zuschauer Gewiss­heit bekam: Es reichte zu Platz zwei beim Sommer-Grand-Prix-Finale der Skispringer in Klingen­thal. Hinter dem in diesem Sommer schier unschlag­baren Polen Dawid Kubacki, der bei fünf Starts fünfmal siegte, holte sich der Bayer im letzten inter­na­tio­nalen Aufein­an­der­treffen mit der komplett versam­melten Weltelite den Schwung für die Winter­saison mit dem Höhepunkt Olympi­sche Winter­spiele in Südkorea. 141 und 127 Meter waren zwar noch nicht perfekt, doch die Richtung stimmt. Das deutete der Ruhpol­dinger bereits am vergan­genen Sonntag mit Platz vier im öster­rei­chi­schen Hinzen­bach an.„Die Sprünge sind immer besser geworden. Ich war in Hinzen­bach schon nah dran. Jetzt werde ich versu­chen, durch das Training noch besser zu werden und dann werden wir sehen, wofür es im Winter reicht“, meinte Wellinger zufrieden. Lob gab es auch von Bundes­trainer Werner Schuster. Es war ein solider und guter Wettkampf von Andi, vor allem in Anbetracht der schwie­rigen Bedin­gungen„, sagte der Öster­rei­cher.Wellinger muss wie im vergan­genen Winter wieder die Führungs­rolle im deutschen Team übernehmen, nachdem Severin Freund wegen des zweiten Kreuz­band­risses für die komplette Saison ausfällt. Das scheint dem 22-Jährigen jedoch wenig zu beein­dru­cken. Im vergan­genen Jahr führte ihn der zusätz­liche Druck zum Mixed-Weltmeister sowie zu zwei Silber­me­daillen in den Einzel­ent­schei­dungen bei der WM in Lahti. Er scheint dadurch derart gereift, dass er auch im Olympia-Winter wieder ganz vorn dabei sein könnte.Wichtig für Wellinger wird sein, ob sein im Sommer lädiertes Knie hält. Das zwang ihn dazu, nur drei der acht Wettbe­werbe zu springen. “Größten­teils ist es in Ordnung, manchmal zwickt es aber noch. Unter voller Belas­tung bekommt man es aber auch nicht so leicht los, sondern muss es im Blick behalten„, sagte der Ruhpol­dinger.Viel zu tun gibt es für die gesamte Mannschaft noch. In Klingen­thal wurde Stephan Leyhe Zwölfter. Der etablierten Auswahl­springer Markus Eisen­bichler und Richard Freitag erreichten nur mit Mühe das Finale der besten 30 und mussten sich mit den Rängen 21 und 30 begnügen.(dpa)