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Poliklinik Schneeberg sichert medizinische Versorgung im ehemaligen BAK

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Mit einer neuen Poliklinik wird das ehemalige Bergarbeiter-Krankenhaus in Schneeberg zu einem führenden Ambulanzzentrum im Erzgebirge. Darüber informierten jetzt der Geschäftsführer der Poliklinik Chemnitz, Thomas Hohlfeld, und Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert. Mit dem Schritt gelinge ein nahtloser Übergang vom stationären Betrieb zur speziellen ambulanten Versorgung der Patienten, hieß es in einer Mitteilung. Laut Hohlfeld sollen perspektivisch noch weitere Leistungen in Schneeberg angeboten werden. Viele Operationen werden künftig ambulant durchgeführt. Geplant sind aber auch Übernachtungsmöglichkeiten mit einer Bettenstation und hotelähnlichem Charakter. Akute Fälle sollen außerdem in einer Notfallpraxis versorgt werden.

"In den vergangenen Jahren hat sich die Operationstechnik sehr verbessert. Viele medizinisch erforderlichen Eingriffe sind heute sehr viel schonender und können ambulant durchgeführt werden", sagt Dipl.-Med. Mario Hühne, Facharzt für Allgemeinmedizin, Anästhesiologie und Notfallmedizin. Auf dieser Basis können sich Patienten in einem Operationszentrum auch mit optionaler Übernachtungsmöglichkeit behandeln lassen und so auf einen längeren Krankenhausaufenthalt verzichten. Eine entsprechende Bettenstation mit hotelähnlichem Charakter und hochqualifiziertem Pflegepersonal für die optimale Nachsorge soll in Kürze zur Verfügung stehen. Für Menschen, die die Poliklinik in medizinischen Akutsituationen aufsuchen, wird darüber hinaus eine Notfallpraxis eingerichtet."

Mitte Januar hatte das BAK seine stationäre Versorgung eingestellt. Eigentlich sollte das erst Mitte des Jahres passieren. Wegen Personalnot sah sich das Klinikum Chemnitz, zu dem das Bergarbeiter-Krankenhaus gehört, aber schon eher dazu gezwungen. Zuletzt hätten vermehrt Mitarbeiter darum gebeten, ihre Verträge aufzulösen.