Politiker sehen keine Versäumnisse bei Ermittlungen zu „Gruppe Freital“
Die mutmaßlich rechtsterroristische "Gruppe Freital" beschäftigt nun auch Landes- und Bundespolitiker. In einer Sondersitzung des Verfassungs- und Rechtsausschusses hat sich der sächsische Landtag am Donnerstag mit den Ermittlungen auseinandergesetzt. Dabei seien keine Versäumnisse bei den sächsischen Ermittlern festgestellt worden, teilte die CDU mit. Der rechtspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Martin Modschiedler, teilte in einer Pressemitteilung mit: "Nach eingehender Untersuchung im Ausschuss können wir heute sagen: An den Vorwürfen ist nichts dran! Weder hatte die Polizei im Vorfeld rechtsterroristischer Anschläge Informationen, die geholfen hätten, diese zu verhindern. Noch gab es einen ominösen 'verdeckten Ermittler' in Freital. Es handelte sich um einen anonymen Zeugen, der bei der Polizei ausgesagt hat." Bereits am Mittwoch informierte die Bundesanwaltschaft den Innenausschuss des Bundestages, auch dort wurden keine Versäumnisse festgestellt. Der Spiegel hatte am vergangenen Wochenende von einem verdeckten Ermittler und der Telekommunikationsüberwachung der "Gruppe Freital" berichtet.Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen acht Verdächtige, die für Anschläge auf Asylunterkünfte in Freital und ein alternatives Wohnprojekt in Dresden verantwortlich sein sollen. Ermittelt wird gegen einige Mitglieder der Freitaler Bürgerwehr wegen versuchten Mordes und Bildung einer terroristischen Vereinigung.