Polizei eskortiert weitere Flüchtlingsbusse nach Einsiedel
Unter massivem Polizeischutz sind am Donnerstag in Chemnitz-Einsiedel weitere 170 Flüchtlinge angekommen. Die Anfahrt der Busse zum ehemaligen Pionierlager wurde zeitweise von bis zu 400 Polizisten abgesichert. Erneut hatten Gegner der Erstaufnahmeeinrichtung versucht, die Zufahrtsstraße zu blockieren. Sie wurden von den Beamten abgedrängt. Insgesamt nahm die Polizei sechs Anzeigen auf, unter anderem wegen Zeigen des Hitlergrußes und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Einer der Demonstranten trug ein Hakenkreuz am Gürtel. Ein Polizist wurde bei dem Gerangel verletzt.Wie die Landesdirektion mitteilte, handelt es sich bei den neuen Asylbewerbern größtenteils um Familien mit Kindern. 120 syrische Bürgerkriegsflüchtlinge seien darunter, außerdem Afghanen und Iraker. Knapp die Hälfte der Neuankömmlinge sei unter 18 Jahre alt. Schon bei der Inbetriebnahme der Unterkunft am Dienstag hatten Gegner eine Blockade versucht. Seit Monaten gibt es Proteste gegen die Nutzung des ehemaligen Pionierlagers „Palmiro Togliatti“ als Flüchtlingsunterkunft.