Polizei warnt vor angeblichen Interpol- und Europol-Anrufen
Die Chemnitzer Polizei, die auch für den Erzgebirgskreis zuständig ist, warnt vor Telefonbetrügern, die sich als Mitarbeiter von Interpol ausgeben.
Wie die Beamten mitteilten, geben sich die Unbekannten in einer Bandansage als Mitarbeiter der Internationalen Polizeibehörde aus. Sie gaukeln den Angerufenen vor, dass deren Daten missbraucht worden sein. Deshalb wolle man persönliche Daten und Personalausweisnummern abfragen. Um eine angebliche Kontosperrung zu verhindern, werden die Angerufenen aufgefordert, drei- oder vierstelle Beträge zu überweisen oder Codes von Google-Play-Karten zu übermitteln. Ein junger Mann aus Freiberg fiel nach mehreren Anrufen auf den Schwindel rein. Ihm entstand Schaden von gut 3.000 Euro.
Die Polizei warnt eindringlich vor der Betrugsmasche und gibt folgende Hinweise:
- Beenden Sie sofort das Telefonat, sobald die Bandansage startet! Lassen Sie sich auf keine derartigen Gespräche ein!
- Betätigen Sie keine Nummerntaste nach Aufforderung!
- Nennen Sie am Telefon niemals persönliche Daten wie beispielsweise Anschrift, Geburtsdatum, Kontodaten, Zugangskennungen!
- Polizeibeamte werden Sie am Telefon zur Verhinderung von etwaigen Kontosperrungen niemals zu Geldzahlungen jeglicher Art auffordern.
- Sollten Sie einen Anruf einer Ihnen unbekannten Nummer verpasst haben, rufen Sie diese nicht zurück!
- Sollten Sie auf eine Betrugsmasche hereingefallen sein, erstatten Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle Anzeige!
- Im Zweifel wählen Sie den Notruf 110!
- Informieren Sie Freunde, Bekannte und Familienangehörige über diese Anrufe, um Ihr Umfeld dafür zu sensibilisieren!