Porno-Verdacht bei der Dresdner Parkeisenbahn
Bei der Dresdner Parkeisenbahn gibt es einen Porno-Verdacht. Der Fall liegt vier Jahre zurück, wurde aber erst jetzt bekannt.
Laut Staatsanwaltschaft soll ein 29-Jähriger Mitarbeiter einem 14-Jährigen pornographische Inhalte zugesandt haben. Der Beschuldigte soll den Jugendlichen außerdem aufgefordert haben, Nacktbilder von sich zu übersenden, was dieser auch getan haben soll.
Die beiden hatten über längere Zeit auch eine sexuelle Beziehung. Ermittlungen wegen Missbrauchs gibt es in diesem Zusammenhang aber nicht.
Tatverdächtiger schweigt zu den Vorwürfen
Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln gegen den 29-jährigen deutschen Tatverdächtigen unter anderem wegen des Verdachts des Sichverschaffens jugendpornographischer Inhalte und des Verbreitens pornographischer Inhalte. Der Beschuldigte war als saisonal beschäftigter Mitarbeiter bei der Dresdner Parkeisenbahn tätig.
Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft und hat zu den Tatvorwürfen bislang keine Angaben gemacht. Es ist nicht das erste mal, dass die Parkeisenbahn in die Schlagzeilen gerät. In den vergangenen Jahren hatte es mehrere Fälle von sexuellem Missbrauch bei der Bahn gegeben.
Wie reagiert das Schlösserland?
Betreiber der Parkeisenbahn ist die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH. Die Geschäftsführung, die Verantwortlichen für den Großen Garten und der Leiter der Dresdner Parkeisenbahn, haben mit Unterstützung des sozialpädagogischen Teams der Parkeisenbahn und externen Fachkräften aus dem Bereich Kinder- und Jugendschutz sofort alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen und Strafanzeige gestellt.
„Wie in der Vergangenheit auch, zeigen wir null Toleranz gegenüber Personen, die sich nicht an unser Kinderschutzkonzept halten“, erklärt Geschäftsführer Christian Striefler. „Den nun bekannt gewordenen Fall werden wir mit höchster Sorgfalt aufarbeiten.“ Von dem mittlerweile noch geringfügig beschäftigten Erwachsenen hat sich SBG mit sofortiger Wirkung getrennt. Ob und welche weiteren Konsequenzen das Vorkommnis haben wird, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen habe für die Verantwortlichen bei der Dresdner Parkeisenbahn höchste Priorität, heißt es weiter. Das geltende Schutzkonzept für den präventiven Schutz vor Grenzverletzungen und Gewalt bei der Dresdner Parkeisenbahn wurde 2016 zusammen mit der AWO entwickelt. Es gibt Strukturen und Verfahren vor, die im Falle einer Gefährdung von Kindern oder Jugendlichen ein zügiges Handeln ermöglichen. Im vorliegenden Fall hat es leider nicht geholfen.
