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Protestkundgebung vor Bombardierwerk Bautzen

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Über 500 Beschäf­tigte von Bombar­dier Bautzen haben heute Mittag gegen  drohenden Stellen­abbau und Ausla­ge­rungen von Produk­ti­ons­be­rei­chen demons­triert. Sie forderten die Geschäfts­füh­rung auf, sich zur Zukunft der beiden sächsi­schen Werke Bautzen und Görlitz zu bekennen. Die Stimmung in der Beleg­schaft sei am Boden, sagte Jungfach­ar­beiter Mario Orlando Campo unserem Sender: "Wir arbeiten gut und haben Aufträge. Wieso sollen da noch Stellen abgebaut werden?".

Eine Zeitung hatte in der vergan­genen Woche gemeldet, dass Bombar­dier in Görlitz, Bautzen und Hennigs­dorf 2.500 Stellen strei­chen will. Der Konzern bestä­tigte die Zahl nicht.

Görlitz und Bautzen seien maßgeb­lich für die Wertschöp­fung in der Oberlau­sitz. "Wir können es uns nicht leisten, diese Betriebe zu verlieren", sagte Jan Otto, Erster Bevoll­mäch­tigter der IG Metall, unserem Sender. Sollte sich die Geschäfts­füh­rung nicht verhand­lungs­be­reit zeigen, werde gestreikt. Dafür will sich die IG Metall auf einer Beleg­schafts­ver­samm­lung am 17. Januar in Görlitz die Vollmacht geben lassen.

 Für morgen Vormittag sind die Bombar­dier-Beschäf­tigten in Görlitz zu einer Protest­ak­tion aufge­rufen.

 

 

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