Prozess um totgefahrenen Chemnitzer vorerst unterbrochen

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Chemnitz -Unter großem Interesse hat am Freitag am Landgericht der Prozess um einen tot gefahrenen Chemnitzer begonnen. Nach dem Verlesen der Anklageschrift ist die Verhandlung aber unterbrochen worden.

Weil der Angeklagte sich nicht äußern wollte, geht es erst im Februar weiter. Dann will er eine Erklärung abgeben, kündigte sein Verteidiger an.

Angeklagt vor der Schwurgerichtskammer ist ein 32 Jahre alter Mann aus Niederwiesa nahe Chemnitz. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 3. April 2017 in Breitenau (Landkreis Mittelsachsen) einen Bekannten getötet zu haben. Danach soll der Beschuldigte das 38 Jahre alte Opfer auf einem Feld im Ortsteil der Stadt Oederan zuerst umgefahren und dann absichtlich überrollt haben.

Der Familienvater starb aufgrund der schweren Verletzungen noch am Tatort. Ein Streit der beiden Deutschen über ein Autogeschäft soll der Tat vorangegangen sein. Bislang schweigt der Angeklagte zu den Vorwürfen. Laut Staatsanwalt Stephan Butzkies wurde der Tatvorwurf auf Totschlag beschränkt, weil die konkreten Hintergründe der Tat noch nicht ausreichend aufgeklärt sind.

Abhängig von den Ergebnissen der Beweisaufnahme könne daraus jedoch auch ein Mordvorwurf werden. Insgesamt sind bis Ende Juni 17 weitere Verhandlungstage angesetzt.