Prozessauftakt im Mordfall Wunderlich - Angeklagter schweigt
Der mutmaßliche Mörder von Heike Wunderlich hat zum Prozessauftakt geschwiegen. Wie erwartet, äußerte sich der Helmut S. aus Gera nicht zu den Vorwürfen. Zu Beginn wurde die Anklageschrift verlesen. Darin wirft die Staatsanwaltschaft dem heute 61-Jährigen vor, im April 1987 die damals 18-jährige Jugendliche in der Nähe von Plauen sexuell missbraucht und getötet zu haben. "Das ist strafbar als Mord", sagte Staatsanwalt Holger Illing. Die Auftaktverhandlung begann mit fast drei Stunden Verspätung. Wie ein Gerichtssprecher sagte, hatte der Angeklagte erst gegen 9 Uhr das Haftkrankenhaus in Leipzig verlassen. Da sollte aber eigentlich schon der Prozess beginnen. Abstimmungsprobleme zwischen den Haftanstalten hatten zu der Verzögerung geführt, hieß es. Eltern und Geschwister von Heike Wunderlich treten im Gericht als Nebenkläger auf. Die Eltern seien psychisch sehr angespannt und gesundheitlich nicht in der Lage, persönlich am Prozess teilzunehmen, sagte Anwalt Herbert Posner unserem Sender. Nach knapp 30 Minuten war der erste Verhandlungstag am Zwickauer Landgericht beendet. Der Prozess wird am Freitag (9:00 Uhr) mit der Vernehmung der ersten Zeugen fortgesetzt.