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Razzia gegen Schleuserbande

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Mit Durchsuchungen in Sachsen und Nordrhein-Westfalen ist die Polizei am Mittwoch gegen eine deutsch-syrische Schleuserbande vorgegangen. Die sechs Männer sollen mit erschlichenen Bildungsvisa illegal Syrer nach Deutschland gebracht haben, wie die Bundespolizei mitteilte. Rund 50 Einsatzkräfte durchsuchten elf Objekte mit dem Schwerpunkt Dresden sowie in Leverkusen.Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle führt seit mehreren Monaten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern. Tatverdächtig sind zwei Deutsche aus Dresden und Bad Schandau im Alter von 57 und 65 Jahren sowie vier Syrer im Alter zwischen 20 und 34 Jahren.Die erschlichenen Visa seien in der deutschen Botschaft in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) beantragt worden, hieß es. Dort lebe auch der neben den beiden Deutschen haupttatverdächtige Syrer, teilte die Bundespolizei auf Nachfrage mit. Die Visa für Studienzwecke seien zur Einreise nach Deutschland genutzt worden, um in der Folge zumeist einen Asylantrag zu stellen. (dpa)