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Reisebüros gehen für Soforthilfe auf die Straße

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Die Corona-Krise droht weite Teile der Tourismusbranche zu vernichten. Reisebüros aus Chemnitz und Umgebung sowie aus Zwickau und dem Erzgebirge haben sich deshalb am Mittwoch an einer bundesweiten Protestaktion beteiligt. Auf dem Neumarkt stellten sie als stillen Protest leere Koffer und Liegestühle auf, um so auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

Die Reisebüros fordern eine finanzielle Soforthilfe für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Tourismusbranche. Die Hilfe solle zeitnah ausgezahlt und nicht zurückgefordert werden.

Auch in Dresden warb die schwer von der Corona-Krise gezeichnete Tourismusbranche um Unterstützung. Vertreter von Reiseunternehmen und -büros hatten vor dem Landtag Koffer hingestellt und einen Buskonvoi mit Dutzenden Reisebussen organisiert, die hupend durch die Stadt fuhren. Branchenvertreter machten in einem Gespräch mit Tourismusministerin Barbara Klepsch klar, dass die Unternehmen schon seit Wochen keine Einnahmen mehr haben und die Lage inzwischen prekär ist.

Nach einer Einschätzung von Branchenverbänden sehen derzeit rund zwei Drittel der Reiseveranstalter und Reisebüros sowie 80 Prozent der touristisch orientieren Busunternehmen in den nächsten Wochen ihre Existenz gefährdet.