Sachsen lässt die Impfzentren doch länger offen

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Die 13 Impfzentren in Sachsen bleiben jetzt doch über den 30. Juni hinaus geöffnet. Darauf hat sich die Landesregierung am Dienstag auf ihrer Kabinettssitzung geeinigt. Die Standorte sollen mindestens bis Ende Juli geöffnet bleiben, so Sozialministerin Petra Köpping.

Eigentlich wollte der Freistaat einen Großteil der Impfzentren schon Ende Juni dicht machen. Nur Chemnitz, Dresden und Leipzig sollten offen bleiben. An den Plänen gab es heftige Kritik. Denn viele Sachsen warten noch immer eine Coronaschutz-Impfung und bekommen keinen Termin, weil es nicht genügend Impfstoff gibt. Auch das DRK, das die Impfzentren betreibt, hatte die Schließungspläne kritisiert.

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Petra Köpping

Sachsen plant Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Sachsen stellt vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene ab dem 10. Mai in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleich. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts. Zudem sind die Öffnung der Außengastronomie und Lockerungen für die Tourismusbranche unter Auflagen geplant, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einer Region fünf Tage lang unter 100 liegt. Auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen sei dann wieder Urlaub möglich, aber einer Inzidenz unter 50 auch in Pensionen und Hotels. Bei höheren Infektionszahlen greift weiterhin die sogenannte Bundes-Notbremse durch das Infektionsschutzgesetz.

Die derzeit niedrigste Inzidenz hat in Sachsen die Stadt Leipzig mit 114,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Für Geimpfte und Genesene soll konkret in vielen Situationen die Testpflicht entfallen. Das sieht die neue Corona-Schutzverordnung vor, die vom 10. bis zum 30. Mai gelten soll. Als vollständig geimpft gelten Menschen 14 Tage nach ihrer zweiten Impfung.