Sachsens erste Waffenverbotszone in der Leipziger Eisenbahnstraße tritt in Kraft
Das Gebiet rund um die Eisenbahnstraße ist eine der kriminellen Hochburgen in Leipzig. Am Montag werden große Teile des Viertels zur ersten Waffenverbotszone im gesamten Freistaat erklärt. Damit ist es verboten, Messer, Schraubenzieher, Hämmer, Äxte, Beile, Schlagstöcke, Baseballschläger, Reizgas oder Schreckschusspistolen bei sich zu führen. Außerdem kann die Polizei im Gebiet der Zone verdachtsunabhängige Kontrollen vornehmen. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 10 000 Euro. Sachsens Innenminister Roland Wöller, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Polizeipräsident der Messestadt, Bernd Merbitz, wollen am Nachmittag symbolisch ein Schild enthüllen, das den Verbotsbereich markiert. Im November 2017 hatte der damalige Innenminister Markus Ulbig angekündigt, dass Anfang 2018 rund um die Eisenbahnstraße eine Waffenverbotszone eingerichtet werden solle. Die Umsetzung ließ dann aber auf sich warten. In einer Waffenverbotszone kann die Polizei verdachtsunabhängige Kontrollen vornehmen. Anwohner und Handwerker können Ausnahmen beantragen, müssen gefährliche Gegenstände aber verschlossen aufbewahren. Derartige Verbotszonen sind bereits in Hamburg, Bremen und Kiel eingerichtet worden. In Chemnitz ist nach der tödlichen Messerattacke vom August und den folgenden Ausschreitungen ein weitere Waffenverbotszone im Gespräch. Nach Angaben des Innenministeriums ist bislang aber noch kein weiterer Antrag einer Kommune zur Errichtung einer Waffenverbotszone eingereicht worden.Weitere Infos zur Waffenverbotszone: www.polizei.sachsen.de/de/60428.htm