Saigerhütte Grünthal: Anziehungspunkt für Fürsten
Die Saigerhütte in Grünthal wurde 1537 vom Annaberger Bergmeister Hans Leonhardt gegründet und war in ihren Anfängen ein privates Hüttenwerk. Auch die Familie Uthmann zählte zu den Besitzern, bis das Hüttenwerk 1567 vom Kurfürstentum Sachsen verstaatlicht wurde, da es eine gute Einnahmequelle war.
Regelmäßige waren Fürsten und Könige zu Besuch in der Hütte. Zur Tradition gehörte es, dass dist Gäste einen Willkommenstrunk aus dem Saigerhüttenpokal gereicht bekam. Dieser wurde 1625 aus reinem Silber von David Winkler gefertigt und vergoldet. Er zeigt Abbildungen der hüttenmännischen Anlagen und Arbeit und hat einen Schmelzer als Deckelfigur. Heute ist der Pokal in der Sammlung des Grünen Gewölbes zu sehen und gehört dort zu den wertvollsten Pokalen.
Die Saigerhütte selbst ist Bestandteil des Unesco-Welterbes der Montanregion. Viele historische Gebäude des Areals sind bis heute erhalten geblieben. So ist der Kupferhammer in Aktion zu erleben. An einer Nachbildung eines historischen Saigerherdes kann man bei speziellen Veranstaltungen bis heute den Schmelzprozess erleben, der Kupfer und Silber trennt.
Gefördert durch die Sächsische Landesmedienanstalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


