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    Symbolbild. Foto: Archiv

Schlag gegen Automafia

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Deutschen und polnischen Fahndern ist ein Schlag gegen die Automafia gelungen. Eine bundesweit agierende Bande wurde zerschlagen.  Die Staatsanwaltschaft Dresden erwirkte zehn Haftbefehle. In Breslau, Grünberg und  Görlitz klickten die Handschellen.

Akribische Ermittlungsarbeit

„Sprawa zakończona“ – Fall erledigt!  Die  polnischen und deutschen Ermittler haben die Ernte eingefahren.  Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen. Seit dem Frühjahr 2017 wurden die Untersuchungen geführt, Puzzle für Puzzle zusammengefügt. Dabei arbeitete die sächsische Polizei eng mit ihren Kollegen in Polen zusammen – ebenso die Staatsanwaltschaften beider Länder. Den Fahndern wurde schnell klar, dass sie es in diesem Fall mit einer professionell organisierten Bande zu tun hatten. Sie hätten vielleicht schon eher zugreifen können. Aber dann wären nur die kleinen Fische im Netz gewesen. So  wurde weiter akribisch ermittelt.

30 gestohlene Autos

So gehen rund 30 gestohlene Autos auf das Konto der Bande. Dabei hatte sie sich auf die Marken Ford, Mazda, Opel und Renault spezialisiert.  Die Mitglieder waren in Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Bayern und insbesondere in Sachsen aktiv. Der Schaden wird auf eine dreiviertel Million Euro beziffert. 
Vergangene Woche war es soweit. Zugriff!  Die Bande wurde ausgehoben. Nur einem Mitglied gelang die Flucht.

Beweismaterial wird ausgewertet

Die Ermittler stellten kistenweise Beweismaterial sicher: Spezialwerkzeug für den Autoklau, darunter Transponder, Geräte zur Manipulation von Fahrzeugidentitätsnummern und Auslesesoftware. Außerdem wurden Handys beschlagnahmt. Die Auswertung wird nun ein paar Monate in Anspruch nehmen. Auch da ist wieder Akribie gefragt. Denn die Staatsanwälte wollen wasserdichte Anklagen liefern.